Pauline goes to Estonia

So that the lights shall never go out!

 
17Sept
2015

NBT

Mit der VBT(Vorbereitungstagung) begann das Jahr und mit der NBT (Nachbereitungstagung) endet es.

Meine NBT war jetzt schon somit ist mein Austauschjahr endgültig beendet. Statt gefunden hat sie in einem alten Kloster im tiefsten Bayern. 3Tage mit ca. 30 anderen bayrischen Austauschschülern, es gab mal wieder viele AGs und Workshops.

Ich kann genauso wie über die VBT nicht sehr viel schreiben, aber es war eine geile Zeit. Haben wieder viele Energieser gemacht, viele neue Leute und unglaubliche Geschichten über Austauschjahr gehört.

Besonders gefallen hat mir, dass wir nicht nur über das Austauschjahr geredet haben, sondern auch über aktuelle Politik, also über Flüchtlinge.

Tolle NBT und ein unglaublich schönes Austauschjahr... das ist das was ich jetzt weiß!
Das letzte Jahr war schon etwas sehr besonderes!

 

16August
2015

Täpselt üks aasta... Genau vor einem Jahr---

Täna on 16.08.2015.

1 aasta tagasi.... algas mu vahetusaasta.
Täpselt täna, üks aasta tagasi lendasin Frankfurdist Tallinnasse.
Ma ei teadnud, mis tuleb. Kurb, et pidin "Head aega!" perele ja sõbradele ütlema, aga ka õnnelik et sain võimalus üks aasta Eestis elada.

Aasta läks liiga kiiresti ja oli parem mu elus. Saiks ka kauem olnud , aga pidi kurva mõttega Saksamaale minna.
Nüüd täpselt 1 aasta edasi, olen jälle Frankfurdis. See kord perega tuuristedena.
Ei käinud lennujaamas ära, aga tunnen nii kui nii sama kui aasta tagasi.

Mäletan väikse naermisega, mis mulle tunndis. Tahtsin maailma näha, uued asjad proovida, mul oli nii palju plaanid. Siis aasta oli nii tore, kohtusin nii palju toredamaid inimestega ja plaanid muutusid.
Aga üks jäi sama, tahaks jälle ära minna, tahaks ikkagi maailma näha.

Mul on selle tunne, mis on saksa keeles "Fernweh" nimitatud. Sulle tundub, et ainult tahad kodust ära minna, ükskõik kuhu.
Eesti on tõesti teine kodu mulle, ma olen nii õnnelik ja tänulikult, et sain seal elada. Ma igatsen kõike, lihtsalt Eestit.

Aitäh, et sain võimalust ja aitäh kõigile, te olete nii sõbralik ja abivalmis! Te tegite mu aasta nii toremaks!

So jetzt auf Deutsch...

Heute ist der 16.08.2015. Genau vor 1Jahr hat mein Austauschjahr angefangen.

Genau vor einem Jahr, am 16.08.2014, bin ich von Frankfurt nach Tallinn geflogen. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Traurig und auch aufgeregt, habe ich an diesem Tag Deutschland verlassen.

Jetzt genau ein Jahr später, bin ich wieder in Frankfurt. Diesmal mit der Familie als Touristen. Auch wenn wir nicht am Flughafen waren, erinnere ich mich auch so an diesen Tag genau und auch an meine Gefühle.

Damals hatte ich viele Pläne, ich wollte die Welt sehen, neue Sachen ausprobieren, verschiedene Leute kennenlernen, ich hatte wirklich viel vor. Mein Austauschjahr war eine großartige, aber auch sehr verändernde Erfahrung. Viele Pläne haben sich verändert, neue sind hinzugekommen. Aber einer ist geichgeblieben.

Ich will immer noch die Welt sehen, ich will wieder mein Zuhause verlassen, um neues zu entdecken. Ich habe Fernweh.

Estland ist meine 2. Heimat und dort habe ich auch eine großartige 2. Familie. ja ich vermisse Estland und die Leute dort.

DANKE nochmal an diejenigen, die mir mein Jahr ermöglich haben.
DANKE auch an diejenigen, die mir geholfen haben und mein Jahr so großartig gemacht haben!

01August
2015

zuHause?

Ungefähr einen Monat bin ich jetzt zu Hause. Die Zeit vergeht mal wieder viel zu schnell.

Einen Monat schon in Deutschland, einen Monat lang keine estnische Umgebung, keine estnischen Leute und ich habe noch keine estnisch- sprechende Leute in der Stadt getroffen.

 

"Home Ten months ago,
She fought against tears,
A last view and Goodbye!
She entered a plane with big fears

A year has passed,
A year ago,
It changed her life,
When she decided to go…

She came to a different world,
A world she did not know,
A world she soon called “home”,
The world she did not know

A year has passed,
A year ago,
It changed her life,
When she decided to go…

Now she’s fighting against tears again,
Like ten months ago,
A few weeks left,
And then it’s time to go…

A year has passed,
A year ago,
It changed her life,
When she decided to go…

She’s going to return,
To a now different home,
Something she does not know anymore,
Which is called her “home”

A year has passed,
A year ago,
It changed her life,
When she decided to go...
"

(orginal Blogpost by Lea (http://kuldkaala.auslandsblog.de/home-ten-months-ago/))

Die Frage: "und bist du schon angekommen und hast du dich schon eingelebt?" kann ich nicht so einfach beantworten. Ca. ein halbes Jahr hat es gedauert bis ich mich in Estland eingelebt hatte, das wieder "zurück einleben" wird noch viel länger dauern.

Immer wieder habe ich das Gefühl, nicht in Estland aber auch nicht in Deutschland zu sein. Es ist schwer sich wieder einzugliedern. Man selber hat sich sehr stark verändert, aber auch die Leute zu Hause. Immer wieder merkt man, wenn man Freunde/Bekannte trifft, dass oft alles wie früher ist oder einfach man sich nicht mehr wirklich versteht. Ich kann zwar viel über Estland erzählen, aber nicht viele können sich das von mir erlebte vorstellen. Mein estnisches Leben war schon sehr, sehr anders, als mein deutsches Leben.

Zu Hause ist alles so wie vorher, auf den ersten Blick. UNd dann merkt man erst wie verändert sich doch alles hat. Man findet zB. nicht mehr das Besteck in der Küche, das eigene Zimmer und das Bad sehen total anders aus...

Jah Zuhause, was ist das den jetzt. Zuhause fühle ich mich jetzt in 2 Ländern, in zwei komplet verschiedenen Häusern, mit 2 total anderen Familien. Ich vermisse Estland sehr und , (um eine weitere häufige Frage zu beantworten) ich bin nicht sehr froh wieder in Deutschland zu sein. In Estland hatte ich eine Familie, ein Zuhause, ein Leben, genauso wie in Deutschland. Und es ist nicht so, dass eines der beiden Leben besser war, weder mein estnisches, noch mein deutsches.

Natürlich ist es schön viele Freunde wieder zu sehen und auch die eigene Verwandtschaft zu treffen. Doch die Fragen, die mir so oft gestellt wurden, will ich mittlerweile nicht mehr beantworten. Ich erzähle gerne über das was ich erlebt habe und auch gerne über Estland,aber an solchen Fragen reicht es mir:

"Und wie wars?" - Ich denke auch jeder andere Mensch kann nicht das letzte ganze Jahr in einem Wort/Satz zusammenfassen?!

 

Mittlerweile hat mich der deutsche Alltag wieder eingeholt. Das erste Mal deutsche Schule habe ich schon überstanden,... Schulstress... Aber ich merke,dass ich oft Sachen anders mache, als meine Klassenkameraden. Ob es nur ist, dass ich meine Schultasche immer auf meinen Tisch lege und gewöhnt bin, dass das Handy gleich in Reichweite ist... Das mir die vielen Pausen zwischen den Stunden fehlen und das warme Mittagessen in der Schule...

Auch merke ich, dass das deutsch sprechen nicht immer so einfach ist. Ab und zu dutze ich fremde Leute aus Versehen, oder ich benutze estnische Wörten in deutschen Sätzen. Ich hoffe das legt sich noch, aber das wird noch viel Zeit brachen.

Ich denke das Zitat beschreibt sehr viel, sehr richtig:

 

"You get a strange feeling when
you're about to leave a place.
Like you'll not only miss the people
you love but you'll miss the person you are
now at this time and in this place,
because you'll never be this way ever again."
— Azar Nafisi

 

 

23Juli
2015

YES 2015

Young european seminar 2015 - human rights in a digitalized world

Das YES ist das größte Zusammenkommen von Jugendlichen in Europa. Insgesamt 505 Austauschschüler aus 30 verschiedenen Ländern, zusammen mit 104 Teamern - das war das YES.

Stattgefunden hat es in der Nähe von Berliin, am Werbellinsee. 5Tage war ich dort, an 3 Tagen hatte ich verschiedene Workshops.

Begonnen hat das YES am Montag abends mit der Eröffnungszeremonie. Dort wurden uns Regeln, Ablauf aber auch unser Maskottchen Igor vorgesellt.

Dienstag fanden dann unter anderem das YES Foto statt, mehrere verschiedene Workshops und ein Gast aus Italien war da. Donata Columbro hat einen sehr interressanten und auch tollen Vortrag über das Recht auf Informationen.

Donata Columbro

Alle Vorträge und Workshops waren zu dem Thema Menschenrechte. Jeder Schüler hatte drei individuele Workshops. Meine waren zB. Human rights-valid for everyone?
                                                                Mandela of idendity
                                                                How can I help trough the internet?

Kommunikationssprache war Englisch, obwohl ich mit vielen auch auf deutsch, holländisch oder estnisch sprechen konnte.

Zweiter Gast am Mittwoch war Sara Katrine Brant aus Deutschland. Sie hat einen unglaublich interessanten Vortrag über die Revolutionen in Ägypten gehalten und die heutige Situation.

Sara Katrine Brant

Letzter Sprecher war dann Marco Heumann, ebenfalls aus deutschland. Sein Vortrags-Thema war nochmal unsere Rechte in sozialen Medien und wie wir uns besser schütyen können.

Marco Heumann

 

Das YES war nicht NUR zum reden über die Menschenrechte, sondern auch natürlich über unser Austauschjahr. Es war eine einzigartige Erfahrung mit so vielen Austauschschülern, die etwa das gleiche erlebt haben, zusammen für 5 Tage zu sein. Es war sehr lustig da man einfach die ganze Zeit mit neuen Leuten ins Gespräch gekommen ist.

20Juli
2015

Die letzten Tage

Jetzt der Nachtrag Nummer 3:

Es geht um die Woche vom 21.06.-29.06.. Also die letzte Woche, die ich in Estland verbracht habe.

Wenn ich jetzt darüber schreibe, ist das ziehmlich schwer, da diese Zeit sehr emotional war.

Am Sonntag, den 21.06., war der letzte große Ausflug mit meiner ganzen Gastfamilie. Ein weiteres, letztes Mal an den Peipsi järv (Peipussee, 4. größter in ganz Europa, Grenze zu Russland). Da sehr gutes Wetter war, konnte man sehr gut schwimmen und es war einfach ein unglaublich schöner Tag. Nachdem wir am See waren, sind wir noch weiter in Richtung Norden gefahren an die Meeresküste. Doch an der Küste herschte auf einmal nicht das strahlend blaue, sonnige Wetter, sondern man konnte fast nichts sehen vor Nebel. Dennoch war es ein tolles Gefühl oben an dem Wasserfall zu stehen, der fast 30m in das Meer hinabstürzt.

Wasserfall Valste

Ich hatte an diesem Tag weder Handy, noch meine Kamera dabei, sodass ich keine Bilder zum zeigen habe.

Die nächsten Tage habe ich mit Vorbereiten der Jaanipidu`s, einkaufen der letzten Sachen für Deutschland und in Schweden verbracht. Vor allem beim Einkaufen ist mir immer bewusster geworden, wie wenig Zeit mit nur noch blieb in Estland. Und der Wunsch in Estland zu bleiben, war sehr stark.

Nach Schweden, habe ich noch einen sehr gemütlichen Nachmittag am Samstag mit meiner Gastfamilie verbracht und bin dann abends noch auf das Popkooripidu in Tartu. Das Popkooripidu  ist ein Laulupidu ( Singfestival) bei dem 5000 Sänger gesungen haben und zwar die wichtigsten, estnischen Popsongs der letzten 20 Jahre. Besonders war das 2 Chöre aus China zu Besuch nach Estlnd gekommen sind und haben mit den estnischen Chören estnische Lieder gesungen. Es war ein unglaublich schöner Abend und auf dem Konzert herschte eine super Stimmung.

Am letzten Sonntag habe ich dann begonnen meine Koffer zu packen, Und dann wurde mir sehr bewusst, dass ich nicht einfach wieder auf eine kleine Reise gehe, sondern mein Zuhause dort für estmal sehr lange verlassen werde. Am Sonntagabend haben mich meine Klassenkameraden dann überrascht und haben mich besucht. An der Stelle möchte ich noch mal einfach meiner Klasse danken, denn sie ist die beste Klasse, die ich kenne!!! Ohne sie wäre mein Jahr sicher nicht so toll geworden! Danke Klasse 10TS!

Nach dem letztem Saunagang und nachdem ich den letzten Koffer zugemacht habe, begann schon die letzte Nacht in meinem estnischen Bett. Der Montagmorgen kam viel zu schnell. Schon früh die ersten Abschiede und dann der große Abschied in Tallinn am Flughafen. Auch wenn man mit allen anderen Austauschschülern geflogen ist, gab es keinen der nicht geweint hat. Es war ein sehr, sehr schwerer Abschied, viel schwerer als der am Anfang des Jahres. Aber gleichzeitig auch das Versprechen zurück zu kommen! Estland ist nun eine 2. Heimat und die Hälfte meines Herzens ist definitiv dort geblieben. Und ich weiß, dass es dort immer eine 2. Familie und Freunde gibt, die mich wilkommen werden.

Eesti - ma armastan sind!

10Juli
2015

Stockholm

So jetzt mein 2. Rückblick:

Stockholm

ein weiteres Erlebnis nach Jaanipäev war, dass ich nach Stockholm mit einer Freundin und deren Familie gefahren bin.

Es war das erste Mal, dass ich in Stockholm und in Schweden war. Ich kannte die Standt nur von vielen Bildern, Erzählungen und Filmen, darum war ich sehr auf sie gespannt.

Dorthin bin ich mit der Fähre über die Nacht gefahren. Auf dem Schiff gab es verschiedenes, lustiges Programm. Ob Lotto, Disko alles war dabei .

Auch ich habe mich als Clown probiert habe, mit eher weniger Erfolg.


In Stockholm war ich in verschiedenen Museen, zB. dem Schloss. Auch war ich im Aquarium und war im SkyView. Das SkyView ist ein Art Aufzug, der der außerhalb von einem Stdium hochfährt, sodass man eine wunderschöne Aussicht hat.

Nach 2 sehr schönen und aber auch sehr anstrengenden Tagen ging es wieder nach Estland zurück.
Stockholm hat mir sehr gefallen, auch wenn ich mit den Kronen nicht sehr gut zurecht kam.Deshalb will ich definitiv noch ein Mal wieder kommen, um noch mehr zu sehen.

Lustiger Weise habe ich, wenn zB. irgendwelche Ansagen auf dem Schiff waren auf schwedisch, die Hälfte verstanden. Es war eine wirklich schöne Zeit, war allerdings doch sehr froh wieder in Estland zu sein ;)

Liebe Grüße

Pauline

05Juli
2015

Jaanipäev

Tere, tere

ich werde jetzt von Deutschland aus nach und nach über die letzten Tage in Estland berichten, also werden in nächster Zeit ein paar Einträge kommen.
So jetzt der erste:

Jaanipäev, zu deutsch Mittsommernacht ist das wohl größte Fest in Estland.
Jaanipäev ist offiziell der 24.06 aber das Feiern beginnt meist schon paar Tage vorher. Das größte Fest ist am 23. abends. Aber alle Kommunen veranstalten schon am 21./22. große Veranstaltungen. So war ich auch abends am Montag auf dem Jaanipidu in Lähte. Das ganze Schulgelände war hergerichtet, wie zu einem kleinen Volksfest. also mit Essenständen, Atraktionen für kleine Kinder, einer Bühne und natürlich einem großen Holzhaufen. Das Jaani-Feuer wird immer an so einem Fest angezündet.  Ich habe einen schönen Abend dort mit ein paar Freunden verbracht. Verschiedene Bands haben gespielt und besonders engaschierte Menschen, die in Tartu valla (Tartu-Höchstadt) wurden geehrt.


Nach einer kurzrn Nacht, begannen dann die Vorbereitungen für das eigentliche Jannipidu am 23.
Den Abend habe ich mit meiner Familie verbracht. Nach viel Essen, Sauna, viel Musik, haben auch wir unser Jaanituli angezündet (also das Feuer).
Der 23. und auch der 24. sjnd Feiertage in Estland. An beiden Tagen wird die estnische Fahne aufgehängt und über die Nacht nicht abgenommen. Eigentlich muss die Flagge für die Nacht abgenommen werden, nur an diesen beiden Tagen nicht. Der Grund ist, dass die Sonne zu dieser Jahreszeit at nicht untergeht, bzw. es nicht sehr dunkel wird. So ist es erlaubt die Flagge hängen zu lassen.


ich finde es Schade, das der Jaanipäev in Deutschland kaum gefeiert wird, da es ejn echt schönes und fröhliches Fest ist. Man trifft Freunde und Familie und es sind einfach sehr wichtige Tage für die Esten.

darum Häid Janipäev!

Pauline

20Juni
2015

Die Zeit vergeht viel zu schnell

Auch diese Woche bin ich wieder viel gereist und habe versucht mein Leben hier in Estland so gut wie möglich auszunutzten und zu genießen. Denn mir wird einfach an edem Tag bewusst, wie wenig Zeit mir nur noch übrig bleibt.

So war ich mit einer Freundin am Mittwoch in Tallinn. Wir sind in die nördlichste Spitzte von Estland gefahren, also in Richtung Viimsi und waren dort am Strand. Wir hatten Glück, dass die Sonne schien und es relativ warm war. Leider nicht warm genug zum schwimmen, aber mit den Füßen und Beinen waren wir desto trotz im Meer.

Danach waren wir im Tallinner Fernsehturm. Er ist 140m hoch und von dort hat man wirklich eine geniale Aussicht. Da wir nur innen drinnen waren, sind die Bilder nicht sehr gut, durch die Fenster :/

Als nächstes sind wir in das Lauluväljak gefahren. Das ist der Ort an dem alle 4 Jahre das große Singfestival stattfindet. Ich kannte die große Kuppel bevor nur von Bilder und aus Videos, deshalb wir es schon ein beeindruckender Moment dort oben stehen zu können.

Das waren die drei größten Sachen, die wir an diesem Tag gemacht haben. Außerdem waren wir noch ein wenig shoppen und haben wieder viel estnisch geredet.

Dann zur mal wieder zur Sprache:

Ehrlich gesagt, bin ich nicht sehr zufrieden mit dem, wie gut ich estnisch sprechen kann. Zwar kann ich jetzt guten Gewissens sagen, dass ich alles verstehe. Aber das Reden fällt mir immer noch relativ schwer. Wobei es sich in den letzten Wochen doch sehr verbessert hat.

Am Donnerstag bin ich dann nach Haapsalu gefahren. Das ist eine kleine Stadt an der Küste, gegenüber von der Insel Vormsi und Hiiumaa. Haapsalu hat eine wunderschöne Innenstadt, mit einer großen, alten Klosterruine. Auch toll anzusehen ist die Strandpromenade mit vielen kleinen Cafes und Kunst. Leider hat es den ganzen Tag geschüttet, sodass es nicht so angenehm war alles zu besichtigen. Dennoch hat es sich gelohnt und eine heiße Tasse Kakao und dem besten Creme Brulee meines Lebens, haben gut gehen die kalte Nässe geholfen.

Auch wenn ich in dieser Woche "nur" 2 neue Orte besichtigt habe, ist mir wieder einmal aufgegangen, wie schön Estland eigentlich ist. Man muss nur ein wenig die Augen auf machen und offen sein für neue Ansichten. Ob eine katholische, bzw russische Kirche oder einem alten, traditionellem Haus, jede Stadt/Dorf hat etwas zu bieten!

Freitag stand dann die große Abiturienten Verabschiedung an. Eine ca 1,5 stündige Zeremonie, mit Reden verschiedener Personen, mit Witzen, mit Musik... ein sehr passender Abschluss. Und ja wie der Bilungsminister von Tartumaa sehr schön formuliert hat: es herschte eine sehr familiäre, warme, freundliche Atmosphäre. Dies Unterstützung ist nicht nur jetzt für die Schulabgänger wichtig, sondern für die ganze Schule und auch für Estland. Nicht nur gute Leistungen und gute Noten, sondern auch Nächstenliebe und Tolleranz. 

Ein weiteres schönes Erlebnis diese Woche, war der Ausflug heute mit meiner Gastfamilie. Wir sind in ein Naturschutzgebiet gefahren und sind dort spazieren gegenagen. Ein Fluss fließt dort durch ein Tal und hat sich tief in das Kalk/Sand? gestein gegraben. Der ganze Wald und Fluss ist dort naturbelassen und bietet Lebnsraum für zB. dem Eisvogel, seltene Entenarten ...

Das hier ist vielleicht schon der letzte Blogeintrag, den ich von Estland aus schreibe. Da ich nur noch 9 unglaublich kurze und wahrscheinlich sehr stressige Tage in Estland habe.

Mittlerweile habe ich sehr das Bedürfnis in Estland zu bleiben, deshalb werde ich auch jede Gelegenheit ergreifen um wieder nach dort zurück zu kehren.

liebe Grüße

Pauline

15Juni
2015

Nur noch 14 Tage in Estland

Jedes Mal, wenn ich fast den Bus verpasse, weil er zu früh ist;
jedes Mal wenn ich Storche zusammen mit Möwen und Schwalben auf unserem Acker "grasen" sehe;
jedes Mal, wenn ich doch Ekool checke, auch wenn ich Ferien habe;
jedes Mal wenn 1€ für den Bus nach Hause zahle (er fährt ca 30min);
jedes Mal, wenn ich auf die Pünktlichkeit vom Zug verlassen kann;
Jedes Mal, wenn ich einen der tausenden Supermärkt sehe;
Jedes Mal, wenn ich in die Sauna gehe;
jedes Mal, wenn ich Pfannenkuchen zum Frühstück esse;
jedes Mal, wenn dem Wetterbericht eh nicht trauen kann und die Prognose für den heutigen und morgigen Tag gilt;
jedes Mal, wenn ich bei vielen liedern Tränen in den Augen bekommt.

Einfach jedes Mal registriere ich was für ein Glück ich habe hier in Estland fast 11 Monate leben zu können.Ich würde nicht sagen,dass das Jahr ein einfaches Jahr war. Es war eines mit sehr vielen, teilweise sehr schweren Herausforderungen. Ein Jahr in einer komplett anderen Umgebung, mit komplett anderen Menschen, mt einer komplett anderen Sprache.

Ich bin dankbar für alles und besonders den Leuten, die mein Jahr möglich gemacht haben und den Leuten, die mein Jahr zu dem gemacht habe, wie es war!

 

Da ich jetzt Ferien habe, reise ich zur Zeit viel, einfach um noch mehr von Estland zu sehen.  Zum Beispiel habe ich am Dienstag mit einer Freundin in Mustvee. Das ist ein kleines Dorf am Peipsi järv, an der Russischen Grenze.

 

Außerdem war ich am Donnerstag ein weiteres Mal in Valga. Valga ist die Stadt die halb estnisch und halb lettisch ist.

Am Wochenende war dann von YFU das Abschlussseminar. Es war ein schönes, aber auch trauriges Seminar. Vor allem deshalb, da das das letzte Mal war, dass wir alle 37 Austauschschüler zusammen waren. Alle nicht-europäischen Austauschschüler musste man jetzt schon verabschieden und allen wurde klar, dass das Autauschjahr so gut wie vorbei ist.

Liebe Grüße

Pauline

07Juni
2015

4.letzte Woche

Über diese Woche habe ich zwar schon viel geschrieben, aber es gibt immer noch Sachen zu erzählen:

Zum Beispiel gab es am Montag noch eine Geschichtsexkursion. Diesmal in Richtung Peipsi Järv mit einem Bus. Unterwegs haben wir immer wieder gehalten und Denkmalsteine, Museen und Orte anzusehen.

Besonders gefallen hat mir wiederum das Alatskivi Loss (Schloss). Das aheb ich zwar schon mal besucht gehabt, aber auch beim 2. Mal hat es mir sehr gut gefallen.

Am Dientag war dann der letzte Sporttag, es hat Spaß gemacht, obwohl es doch sehr anstrengend war, bei ca 20° Grad und prallender Sonne.

Mittwoch began dannleider schon der letzte Schultag. Begonnen mit einer Klassenleiterstunde und Proben für den Schlussactus. Danach eine estnische Schultradition: Rongkäik. Das heißt alle Klassen der Schule laufen in einer Reihe durch die nächste stadt/ort und machen dabei schön viel Lärm. Ein Umzug mit der ganzen Schule.

Danch begann dann auch gleich schon der Actus. Draußen vor der Schule versammelt, hat jede Gruppe gezeigt, was sie im letzten Jahr gemacht hat.

Außerdem wurden auch bei der Veranstaltung Auszeichnungen für besonders gute Schüler und die Zeugnisse verteilt.

Hier noch ein paar Bilder von den Tänzen:

 

Nachdem die schule beendet war, bin ich mit meiner Klasse auf Klassenfahrt gegangen. Wir waren Wandern und haben in Zelten an einem See mitten im Wald geschlafen. Es war eine unglaublich schöne zeit und mir wurde mal wieder bewusst, wie sehr ich doch mein estnisches Leben in Deutschland vermissen werde.

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, nur noch vier Wochen bin ich in Estland und ich merke jetzt schon wie schwer dieser Abschied werden wird.

Liebe Grüße

Pauline

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